10 m³ KunstDialoge

Künstlerische Interventionen im Schaukasten des Kunstvereins hase29 in Osnabrück.

Aktuell arbeitet Marvin Knopf in der Schauvitrine der hase29 an einer amorphen Wandskulptur aus selbst gefärbtem Leinen. Die Wandskulptur ähnelt in ihrer Formsprache und Farbigkeit den abstrakten Malereien des Künstlers und ist Teil einer Serie, die im Rahmen des DaunTown-Atelierstipendiums entsteht.

Zwar ist der Ausdruck der Skulptur abstrakt, dennoch sind Assoziationen mit dem menschlichen Körper, wie etwa Extremitäten oder Gedärmen nicht von der Hand zu weisen.

Die Stoffschläuche, zu geometrischen Gebilden zusammengefügt, werden  durch die weiche Beschaffenheit des Materials, in der Hängung wieder zur organischen Form. Als Kontrast zu der weichen, fließenden Form ist an einer Stelle eine Metallkette eingefügt. Diese Zusammenzerrung bricht die Geometrie der Komposition auf. Das Zerren und Abschnüren in Bezug zur Assoziation des Materials mit dem menschlichen Körper kann einerseits als Schmerz oder Fesselung gedeutet werden oder andererseits rein formal als kompositorisch bedeutungsvoll für den Ausdruck des Werks.

Der Entstehungsprozess wie auch das Werk selbst kann noch bis zum 11.7. im Schaukasten der hase29 in der Hasestraße in Osnabrück beobachtet werden.

Das Kunstwerk entsteht direkt draußen vor dem Kunstverein.
Hier das Färben des Leinens.

Die Stoffschläuche hat Marvin Knopf aus Resten von
Leinwänden genäht.

Noch bis zum 11.7.2021 ist die Arbeit zu sehen.

hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V

Ausstellung im Daniel-Pöppelmann-Haus

Seit Sonntag ist das Museum des Kunstverein Herford wieder geöffnet. Wenn auch unter Coronabedingungen, können Besucher wieder Kunst im Original genießen.

Die Ausstellung ist in Ergänzung zu den „Flüchtige Blicke“, die der Herforder Kulturbeutel in der Innenstadt organisiert hat, entstanden. In der Stadt sind Arbeiten von 35 Künstlern zu sehen, im Daniel-Pöppelmann-Haus Originale von 18 Künstlern. Das Spekturum geht von zeitgenössischer Malerei über Grafik, Fotografie, Emaille, Skulptur über Objekte bis hin zur Installation. Unter den ausstellenden Künstlern sind auch Janina Kilimann, Jörg Spätig, Michael Strauß und Beate Freier-Bongaertz.

Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ist für den Besuch eine Anmeldung telefonisch unter 05221 189689 während der Öffnungszeiten des Museums notwendig. Außerdem wird ein Nachweis über einen tagesaktuellen negativen Corona-Test von einer zugelassenen Teststelle benötigt.

Ausstellung „Flüchtige Blicke“ im Daniel-Pöppelmann-Haus bis 16.7.2021
Die Öffnungszeiten des Herforder Kunstvereins sind:
Mi bis So von 14 bis 18 Uhr.
HERFORDER KUNSTVEREIN
im Daniel-Pöppelmann-Haus e.V.
Deichtorwall 2 • 32052 Herford
www.herforder-kunstverein.de

Ausschnitt der Arbeit von Michael Strauß beim Aufbau der Ausstellung. In der Vitrine Skulpturen aus Pappe, im Hintergrund ein Gemälde ebenfalls auf Pappe.

Auf dem Weg nach Golgatha

Die Ausstellung „Flüchtige Blicke“ in der Herforder Innenstadt wird immer größer! Der Kulturverein Kulturbeutel Herford zeigt auf Großbildschirmen an vielen Standorten Kunst, vom Bahnhof bis zum Ende der Fußgängerzone. Es geht um den flüchtigen Blick. Kunst, die im Vorbeigehen wahrgenommen wird und somit zu Alltag gehört. In Corona-Zeiten eine der wenigen Möglichkeiten für Künstler, ihre Werke zu präsentieren.

Nachdem die Resonanz in den Medien, bei Künstlern und zufälligen Passanten exrem positiv ausfiel, wächst die Ausstellung immer weiter. Es sind neue Künstler an weiteren Standorten dazugekommen, die in Ladenleerständen Installationen und Skulpturen zeigen.

In einem der neuen Räume ist ein Werk von Jörg Spätig zu sehen. Der Besucher der Schaufensterausstellung mag sich beim Betrachten der Skulpturen an die Bilder von Hieronymus Bosch erinnert fühlen. Alle „Sünden und Freuden“ sind in dieser Arbeit vertreten. Spätig bezieht sich mit seiner Installation auf den Berg Golgatha und stellt die Frage „Was ist Unrecht?“.

Zu sehen sind die Kunstwerke in der Stadt bis zum Sommer. Mehr zu lesen über die Ausstellung „Flüchtige Blicke“ gibt es im Magazin „kunst:stück owl“

Stadtansichten

In Dissen ist Kunst im öffentlichen Raum seit Jahren ein Thema. Iniziert vom Kunstverein KuK/SOL (Kunst und Kultur im südlichen Osnabrücker Land e.V.)  sind bereits einige Skulpturen in der Stadt plaziert.

Vor einigen Tagen wurde ein weiteres Kunstwerk der Öffentlichkeit präsentiert. In Sichtweite des zentralen Rathausplatzes gesellt sich nun zu den Skulpturen dort eine Original-Malerei von Wolfgang Meluhn.

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie müssen wir ein Zeichen für die Kunst setzen“ so der Vorsitzende Klaus Dieter Weitzel über die Idee des Vereins, einen Maler mit einem Gemälde für die Stadt zu beauftragen.

Der Kunstverein Dissen und die Sponsoren besichtigen den Zwischenstand des Gemäldes im Atelier von Wolfgan Meluhn.

Die Feuerwehr hilft dem Kunstverein,  das Gemälde zu hängen.

Die Hausbesitzerin betrachtet begeistert das Bild. Sie stellt dem Kunstverein die Wand zur Verfügung. Vera Sprengkamp vom KuK/SOL macht Pressefotos.

Wolfgang Meluhn vor seinen „Dissener Stadtansichten“, Acryl auf PVC 670 x 470 cm

“Flüchtige Blicke“

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

Da seit fast einem Jahr auf Grund der Corona-Pandemie Museen und Kunstvereine geschlossen sind, muss die Kunst auf anderen Wegen nach außen getragen werden. Denn: Was nicht präsent ist, wird vergessen!

Die Ausstellung des Kulturvereins Kulturbeutel Herford zeigt an mehr als 16 Standorten Kunst, vom Bahnhof bis zum Ende der Fußgängerzone. In Schaufenstern sind Installationen, Objekte und Großbildschirme ausgestellt.

Das Konzept der Präsentation zielt auf den flüchtigen Blick. Nicht das Verharren vor dem Bildschirm, sondern die kurze, im Vorbeigehen flüchtig wahrgenommene, aber stete Präsenz von Kunst steht im Mittelpunkt.

Zu sehen sind Eindrücke der Arbeiten von 35 regionalen und nationalen Künstlern auf den Bildschirmen an allen Standorten in Dauerschleife. Darunter unter anderem Weizenfeld, Martin Spengler, Jobst Tilmann, Alexandra Sonntag, Katharina Bosse, Christine Gensheimer, Angelika Höger und die Künstlergemeinschaft DaunTown: Annie Fischer, Beate Freier-Bongaertz, Susanne Kinski, Wolfgang Meluhn, Jörg Spätig, Michael Strauß, Matthias Poltrock.

Außerdem werden Einblicke in die geschlossenen Ausstellungen der Kunstvereine Treppenhaus Galerie, Daniel Pöppelmann Haus und des Kunstvereins Kreis Gütersloh gewährt.

Die „Kunst im öffentlichen Raum“ bleibt bis zur Wiedereröffnung der Kunsthäuser bestehen und wird ständig erweitert. Nähere Infos erteilt der Kulturbeutel Herford: kulturbeutel-herford@web.de

Michael Strauß ist mit einem Film und seinen Skulpturen in der Steinstr. 3 / 5 in Herford zu sehen.

Die aktuellen Arbeiten von Jörg Spätig stimmen auf seine kommende Ausstellung in der Treppenhaus Galerie ein.

Matthias Poltrock zeigt Eindrücke seiner neuen Arbeiten „Portale“.

Die Arbeit von Annie Fischer trägt den Titel „Wo ist der Sommer“.

„Zeus Affairs“ von Beate Freier-Bongaertz.

Wolfgang Meluhn: „Donald und die Präsidenten“.

Landschaft von Susanne Kinski.

Weitere Eindrücke vermittelt ein kleines YouTube Video:

„derzeit“

Susanne Kinski zeigt neue Collagen/Malereien zum Thema abstrakte Landschaften.

„derzeit“ ist nicht nur der Ausstellungstitel einer Ausstellung im Kunstverein Kreis Gütersloh, die unterschiedliche Positionen von sechs Künstlern zeigt. Derzeit ist alles ein bisschen anders als sonst.
Unter Berücksichtigung der Corona-Hygiene-Maßnahmen sind einige wenige Ausstellungen wieder für die Öffentlichkeit zugängig.

Die Collagen/Malereien von Susanne Kinski bestechen durch große Harmonie in Farbe und Form – für den Betrachter ein Spaziergang mit den Augen. Ihre Arbeiten aus der Werkgruppe Objekte sind hingegen immer mit einem hintersinnigem Witz und Augenzwinkern versehen.

Bis Sonntag Abend können Besucher noch die Ausstellung sehen.

Mehr Arbeiten von Susanne Kinski unter: susannekinski.de

 

DES FALKNERS PLAN WAR DAS NICHT 

Ein experimentell-reflexiver Umgang mit vorgefundenem Material ist der Ausgangspunkt für die Kunst von Beate Freier-Bongaertz. Impulsgebend für ihre aktuellen Arbeiten sind Stadtpläne und ihre Strukturen.

Sie folgt den Straßen, Flüssen und Bahnschienen, um so die in den Plänen verborgenen Formen herauszuarbeiten. Es entstehen Figuren, die sich im urbanen Raum bewegen könnten.

Zu sehen in der Treppenhaus-Galerie Herford.

Direkt gegenüber dem Kunstmuseum Marta Herford steht die ehemalige „Herford Hemdenfabrik J. Elsbach & Co.“, das heutige Elsbach Haus. Mit seiner historischen Fassade und dem erhaltenen Treppenhaus ist das Gebäude eines der bedeutendsten Zeugnisse Herforder Industriekultur. Hier betreibt der Verein Kulturbeutel die Galerie.

Die Ausstellung ist bis zum 27.3.2020 zu sehen. Am Donnerstag dem 6.2.2020 um 19 Uhr findet ein Künstlergespräch statt.

Elsbach Haus, Treppenhaus-Galerie, Goebenstr. 3-7, 32052 Herford

weitere Arbeiten von Beate Freier-Bongaertz

 

Paderborner Wintersalon

Wie in den letzten sieben ungeraden Jahren luden der Organisationskreis Wintersalon und eine unabhängige Jury auch in diesem Jahr wieder Künstlerinnen und Künstler der Region ein, sich an dieser Salonausstellung zu beteiligen. Ziel ist es, einen Querschnitt künstlerischen Schaffens der Region zu präsentieren und so Kunst, Kunstinteressierte sowie potentielle Käufer zusammenzubringen.

Vier DaunTown Künstler sind dabei: Annie Fischer, Susanne Kinski, Wolfgang Meluhn und Michael Strauß.

Sonntag, 24. November bis 8. Dezember 2019

geöffnet:
Samstag und Sonntag: 15.00 – 19.00 Uhr
Dienstag bis Freitag: 17.00 bis 20.00 Uhr

Weiter Infos: Raum für Kunst

Annie Fischer ist in der Ausstellung mit ihrem Objekt „Das Format ist das Problem“ vertreten.

Susanne Kinski zeigt eine Arbeit aus ihrer Collagen Serie „Landschaften“.

Wolfgang Meluhn bildet in der Malerei „Donald“ die Helden der Kindheit ab.

Michael Strauß liefert eine bildhauerische Skizze. „Landschaft“ ist als Relief  dem Alltag entnommen.

7 up – Die sieben DaunTown Künstler im Defacto Art Forum in Lübeck.

So unterschiedlich wie die Arbeitsmethoden und Ansätze der Künstler sind auch die Themen selbst. Das Spektrum reicht von Mythologie über den Schein des Schönen bis hin zur Landschaft und zu Alltagsdiversitäten.

Annie Fischer beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der subtilen Seite unterschiedlicher Materialitäten und deren Wahrnehmung. Sie verwebt Materialien aus dem Baumarkt, die von ihrer Anmutung an Garn erinnern und ihrer zweckgerichteten Funktion enthoben in einen neuen Zusammenhang gebracht werden.

Beate Freier-Bongaertz läßt „Bubbles of journey“ wie gezeichnete Seifenblasen durch den Raum schweben. Gebannt auf Schnittmusterbogen in Stickrahmen. Für die Künstlerin gibt stets das Material den Impuls für ihre Arbeiten.

Susanne Kinski zeigt Landschaften, die als Forschungsreise in die sinnliche Erfahrbarkeit von Materialität und Farbe wahrgenommen werden. Sie collagiert, im Wechsel Farbe und Seidenpapier und modelliert so ihre Landschaften heraus. Es entstehen geometrische Farbfächen, die dem Betrachter suggerieren, den abgebildeten Ort zu kennen.

Wolfgang Meluhn, Donald und Micky. In seinen expressiv und gestisch ausgeführten Malereien stellt Wolfgang Meluhn unprätentiös die Weggefährten der Kindheit dar, mit allen Zufälligkeiten von Beziehungen. Malerei, die passiert.

Matthias Poltrock ist in seiner Architekturmalerei kühl und distanziert. Er zeigt die Sicht der Priviligierten. Poltrock fragt: Was fasziniert uns daran? Der Versuch einer malerischen Annäherung.

Jörg Spätig geht seinem Werk der Sinnesfreude im Abbilden surrealer Denkwelten nach. Dabei wird der künstlerische Arbeitsprozess von Deformation und Konstruktion deutlich. Seine Themen findet Spätig in Mythen und alten Überlieferungen.

Michael Strauß stellt die menschliche Figur in den Mittelpunkt seiner Arbeiten. Gestützt durch Beobachtungen setzt sich Strauß mit dem gesellschaftlichen Blick auseinander. Gleichzeitig ist sein Arbeitsprozess immer auch darauf gerichtet, das Arbeitsmaterial Pappe in seinem bildnerischen Ausdrucksvermögen zu erkunden.

Das Defacto Art Forum in Lübeck, seit einiger Zeit in einer ehemaligen Tankstelle beheimatet, zeigt in seiner Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst von regionalen und internationalen Künstlern in wechselnden Ausstellungen.

Die Kunsttankstelle ist eine Enddeckung für alle Interessierten. In direkter Nachbarschaft zum Holstentor öffnet sich dem Besucher ein Kleinod. Nicht nur die Ausstellungshalle mit dahinter liegendem Skulpturengarten direkt am Wasser lädt zum Verweilen ein. Die ehemaligen Garagen des Geländes wird der Verein künftig zu zwölf Ateliers umbauen. Das aktuelle Programm erfahren Sie unter diesem Link.

Defacto Art Forum – Kunsttankstelle
Wallstraße 3-5
23560 Lübeck
Öffnungszeiten: Do/Fr 15 bis 18 Uhr, Sa/So 11 bis 18 Uhr

Annie Fischer, „Pusteblumen“

Susanne Kinski, „Landschaft“

Wolfgang Meluhn, „Micky im Marta“

Jörg Spätig, „Weisheit“

Matthias Poltrock, „Pool“

Michael Strauß, „Krieger“

Beate Freier-Bongaertz, „Bubbles of journey“

Die Kunsttankstelle in Nachbarschaft zum Holstentor.

Der Skulpturengarten direkt am Wasser.

Staunen ist wie Abenteuer am Mittwoch

Ausstellung mit Arbeiten von Beate Freier-Bongaertz im „Kunst im Turm“.

Der ehemalige Flakturm, in dem sich der Kunstverein befindet, bietet den neuen Arbeiten von Beate Freier-Bongaertz den idealen Raum. Ihre Installation „Prêt-á-porter“ bewegt sich mit Leichtigkeit im Raum. Wie ein riesiges Mobile, zwischen dem der Besucher sich bewegt, hängen die Stadtpläne von sechs Meter Höhe bis knapp über dem Fußboden.

Impulsgebend für die 70 Arbeiten waren die Strukturen von Stadtplänen. Verborgene Figuren werden herausgearbeitet, indem sie dem Verlauf von Straßen, Bahnschienen und Flüssen folgt, um die in den Plänen verborgenen Figuren freizulegen. So entstehen menschliche Gestalten.

Mehr Eindrücke der Ausstellung sind auf der Internetseite von Kunst im Turm zu sehen