Skulptur für Dissen

Anlässlich der Landesgartenschau in Bad Iburg hatten die Veranstalter im Vorfeld einen internationalen Wettbewerb für Bildhauer ausgeschrieben. Es konnten Ideen zu Skulpturen für sechs Orte im südlichen Osnabrücker Land eingereicht werden. Aus zahlreichen Vorschlägen wurden sechs Gewinner von einer Fachjury ausgewählt. Jörg Spätig ist einer von ihnen.

Sein Werk nimmt Bezug auf Dissen als Lebensmittel-Stadt, speziell die Herstellung von Gewürzen.

Die Skulptur wurde nun im Homann-Park in Dissen, einem kleinen Skulpturenpark gegenüber dem Kunstverein, aufgestellt.

Mehr Arbeiten von Jörg Spätig im Internet: spaetig.de

Laika upe – Fluss der Zeit

Kunstsymposium in Lettland

Zurück aus Valmiera vom 4. Kunstsymposium. Elf Künstler, sechs Lettische und fünf Deutsche, waren eingeladen, 10 Tage anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag Lettlands gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten.
Das Thema „Flus der Zeit“ wurde an einem Gebäude des Museumsareals „Valmieras Muzejs“ verwirklicht; die Arbeiten sind dort die nächsten 2 Jahre zu besichtigen. Die vielfältigen Interpretationen des Themas zeigen politische, private und ortsbezogene Werke.
Die teilnehmenden Künstler waren: Aivars Benuzs, Edgars Bogdans, Beate Freier-Bongaertz, Antra Galzone, Janis Galzons, Iveta Gudeta, Susanne Kinski,  Ieva Lapina Strazdite, Wolfgang Meluhn, Jörg Spätig und Void.
Vor Beginn des Symposiums fand ein Ideenaustausch per Mail statt, sodass vor Ort gleich mit der Umsetzung der Ideen begonnen werden konnte. Eine große Unterstützung waren dabei die Museumsmitarbeiter, die die Montage der Werke am Haus übernommen haben.
Nach acht Tagen vorbereitender Arbeiten an den Werken in den Räumen der Kunstmittelschule Makslas Vidusskola war es soweit, dass alle Objekte ans Haus angebracht werden konnten. Zwei Tage Montage vor Ort. Danach blieb bis zur offiziellen Eröffnung noch einige Zeit, um Ausstellungs- und Atelierbesuche  bei Kollegen zu unternehmen.
Die DaunTown-Künstler auf dem Weg nach Lettland per Fähre Travemünde – Liepaja.
Jörg Spätig und Susanne Kinski bei der Arbeit.
Ieva Lapina Strazdite und Iveta Gudeta in Ihren Arbeitsräumen, im Vordergrund Ivetas Malerei „Lebensweg“.
Ieva Lapina Strazdite arbeitet an ihrer Malerei „Universum“.
Antra Galzone und Wolfgang Meluhn stehen Janis Galzons mit Ratschlägen zur Seite. Im Vordergrund Antras Arbeit.
Beate Freier-Bongaertz bei der Arbeit an ihren Figuren.
Aivars Benuzs formt aus Wachs Gehirne.
Montagearbeiten am Gebäude auf dem Museumsgelände.
Dr. Silvana Kreyer und die Museumsmitarbeiter bei der Montage der Werke.
Mit vereinten Kräften hängen die Künstler mit den Museumsmitarbeitern die Malerei von Iveta Gudeta auf.
Das Werk „Sonnenuhr“ von Void.
Unter der „Sonnenuhr“ das Werke von Janis Galzons, seine Malerei bezieht sich auf die politische Vergangenheit und Antra Galzone, ihre Malerei zeigt die Familie als Ausgangspunkt für alles Künftige.
Aivars Benuzs hat für seine Installation „Gehirnwäsche“ die Regenrinnen verändert. Wolfgang Meluhn bezieht sich bei seiner Arbeit auf das Haus und lässt Personen in den Fenstern auftauchen, die die tränenreiche Vergangenheit und die aktuelle Normalität zeigen, malerisch gelöst. Jörg Spätigs Interpretation der Wappen-Figuren Löwe und Greif sehen oben aus dem Fenster. Edgars Bogdans Objekt „Satellitenschüssel“ lauscht in die Zukunft und fragt gleichzeitig nach den Ursprüngen.
„Gehirnwäsche“ von Aivars Benuzs
Babylonisches Manifest der teilnehmenden Künstler, gehört und aufgeschrieben von
Wolfgang Meluhn, während die Künstler alle gleichzeitig redeten.
Erinnert an Sprachverwirrungen von Kunsthistorikern anlässlich von Ausstellungseröffnungen.
Wappentiere: Löwe und Greif von Jörg Spätig
Susanne Kinskis Werk greift die Strukturen und Materialien des Hauses auf.
„Mein großer und mein kleiner Weg“ Malerei von Iveta Gudeta und die Figurengruppe von Beate Freier-Bongaertz.
Die Figuren von Beate Freier-Bongaertz zeigen das Regenrohr als „Fluss der Zeit“ durch den jeder auch im Alltag muss. Durchrutschen, aufstehen, weiter gehen.
Besuch bei dem Bildhauer Matiass Jansens in Cesis in seinem Atelier. Dort sind Arbeiten von drei Generationen Bildhauern zu sehen, denn bereits sein Vater und Großvater waren Bildhauer. Mehr über den spannenden Ort und seine Arbeiten kann man im Internet sehen: artsilkes.lv
Ein sehenswertes Projekt ist der Skulpturenpark des Bildhauers Ojars Feldbergs. Seit 1991 arbeitet er selbst an diesem Ort und seit 2007 lädt er jährlich Kollegen aus der ganzen Welt ein, ebenfalls dort zu arbeiten. Die Werke bleiben vor Ort und so entstand im Laufe der Zeit ein Skulpturenpark, der soweit reicht wie das Auge sehen kann. Vier Stunden dauert ein Rundgang durch Felder, Wiesen, Hügel und Täler, um alle 120 Skulpturen zu sehen. Ein unbedingter Stop für jeder Kusttouristen! Mehr Infos über das Open-Air Museum at Pedvale im Internet.

Artist in the World

Wandgemälde in Rotterdam

Vor 10 Jahren begann André Smits mit seinem Kunstprojekt „Artist in the World“ in Rotterdam. Nun, im Jubiläumsjahr, verwirklichte er in drei Wochen eine große Wandarbeit zu seinem Projekt.
Artist in The World ist eine niemals endende Reise durch die Kunst-Welt, die auch Station in DaunTown gemacht hat. André Smits fotografiert weltweit Künstler in ihren Ateliers. Die Serie der Fotos entsteht durch die Netzwerke der Künstler, durch deren Weiterempfehlen.
Die malerischen Wandtatoos zeigen die Wegbeschreibung, welcher Künstler ihn wohin geschickt hat. In Rotterdam sind 636 Stationen auf dieser Arbeit festgehalten.
Im Internet bietet die Seite artistintheworld.com einen Überblick aller fotografierten Ateliers. Damit verschafft André Smits dem Betrachter nicht nur einen spannenden Einblick in die Entstehungsorte von Kunst, er liefert gleichzeitig eine umfassende Liste aktueller Künstler.

„Completing the Circle“

Performativer Eisenguss anlässlich der LangenNachtderKunst
Die Ausstellung von Susanne Roewer und George Beasley im Kunstverein Kreis Gütersloh wurde in der LangenNachtderKunst in Gütersloh ergänzt durch „Completing the Circle“, einen performativen Eisenguss.
Wie in der modernen Arbeitswelt fanden sich zur Realisierung dieses außergewöhnlichen Projekts Spezialisten aus aller Welt zusammen. George Beasley (USA) und Susanne Roewer (D) arbeiten mit Eden Jolly (UK), Andreas und Lukas Glaser (Schweiz) sowie Morgan Lugo (USA/ Puerto Rico) zusammen. Spontan wurde auch Jörg Spätig zur Mithilfe eingeladen und konnte an dem Ereignis teilhaben.
Ein erhöht in der Mitte eines Arbeitskreises befindlicher Hochofen gab den Zeittakt für das Abarbeiten spannender bildhauerischer Aufgaben und Experimente im Uhrzeigersinn vor. Choreografie, Expertise, Kooperation und Mut der Arbeitsgruppe sorgten für ein feuriges Ergebnis.
Hier ein fotografisch festgehaltener Eindruck des performativen Eisengusses von Gerhard Haug.
Die sehenswerte Ausstellung von Susanne Roewer und George Beasley läuft noch bis zum 27.5.2018 im Kunstverein Kreis Gütersloh.
Die internationalen, am Eisenguss beteiligten Künstler sind ebenfalls mit jeweils einer Arbeit in der Ausstellung vertreten.
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug
Foto: Gerhard Haug

Artist in the world 

Ausstellung von André Smits zur langen Nacht der Kunst
Künstlerateliers weltweit in Fotos festgehalten. Artist in The World ist eine niemals endende Reise durch die Kunst-Welt. Es ist eine Reise von Atelier zu Atelier.
Die Serie der Fotos entsteht durch Netzwerke von Künstlern. Der fotografische Kunstgriff: Rückenfigur. Mit diesem Blick betritt der Betrachter das Atelier und erkundet das Kunst-Universum. In malerischen Wandtatoos hält André Smits die Wegbeschreibung fest, die Ihn durch Empfehlungen zu den einzelnen Künstlern gebracht hat.
Zu sehen ist die Ausstellung währen der Langen Nacht der Kunst in Gütersloh am 12.5.2018 von 19 bis 24 Uhr.
Die Atelierfotos von André Smits sind im Internet zu sehen unter Artist in the world

Pleinair

Prof. Aleksejs Naumovs und Studierende der Kunstakademie Lettland zu Gast in DaunTown

Von der ungebrochenen Aktualität der Landschaftsmalerei zeugen die Arbeiten des Künstlers Prof. Aleksejs Naumovs. Mit seinem Projekt „Landschaften der Welt”, einem Zyklus, in dem er die wichtigsten Städte weltweit malerisch erarbeitet, ist er seit 2011 unterwegs. Nun hat er auch die Landschaft um DaunTown in diesem Projekt verewigt.
Bei der Pleinairmalerei (französisch: en plein air im Freien) geht es um eine Malerei, bei der der Künstler in der Natur unter freiem Himmel bei natürlichen Licht- und Schattenverhältnissen Landschaften erarbeitet.
Anlässlich der Ausstellung „Kunstakademie Lettland Prof. Aleksejs Naumovs, Landschaften und aktuelle Arbeiten von Studierenden“ im Kunstverein Kreis Gütersloh trafen die DaunTown-Künstler Prof. Naumovs und die Studierenden Kristīne Kutepova, Ansis Rozentāls, Laura Veļa und Inese Bauge, die Kuratorin der Kunstakademie.
Neben interessanten Gesprächen über Kunst ließen es sich die lettischen Künstler nicht nehmen, bei eisiger Kälte im Freien zu malen.
Die Ausstellung im Kunstverein Kreis Gütersloh ist noch bis zum 8.4.2018 zu sehen.
Aleksejs Naumovs bei der Arbeit. 20 seiner zum Teil großformatigen Malereien sind zur Zeit im Kunstverein zu sehen.
Laura Veļa setzt kräftige Farben ein. Die Temperatur von -3 Grad spiegelt sich in den Farbnuancen wieder.
Kristīne Kutepova mir Ihrer Interpretation der Landschaft. Die DaunTown-Künstler zogen es aufgrund der Kälte vor, für Kaffee und Kuchen zu sorgen und nicht zu malen.
Ansis Rozentāls und Aleksejs Naumovs diskutieren verschiedene Möglichkeiten, die Malerei zu vollenden.
Vier verschiedene Sichtweisen und malerische Interpretationen einer Landschaft.

Kunst – eine universelle Sprache

Diese These war die Diskussions- und Arbeitsgrundlage für das diesjährige Symposium mit deutschen und lettischen Künstlern in Borgholzhausen.
Als universelle Sprache erklärt Kunst in ihren Bildern oft mehr als Worte, sie lässt Annäherungen und freie, auch befreiende Interpretationen zu. Im Detail allerdings sind lokale Symbole verschiedener Kulturen nicht ohne Erklärung zu entschlüsseln. Das war auch in den Arbeiten der lettischen und deutschen Künstler zu sehen. Mit Kunst als internationaler Sprache war es dann möglich, in Dialog zu treten.
Alle Arbeiten von Beate Freier-Bongaertz, die während des Symposiums entstanden, beschäftigen sich mit Sprache.
Die überarbeiteten Telefonbücher sind Gedankennotizen zur Sprache. Telefonbücher an sich beinhalten schon ein Sprachwirrwarr, ein allerdings geordnetes Wortwirrwarr. In ihren Arbeiten kann man Bibelzitate, Höhlenmalerei, Sprechblasen, Kunstzitate und die Computersprache erkennen.
Der Begriff „Weltsprache“ ist Impulsgeber für die zweite Arbeit von Beate Freier-Bongaertz. Bisher waren immer kriegerische Ereignisse der Anlass, um eine Weltsprache durchzusetzen. In ihrer Arbeit überzeichnet sie lettische Postkarten und stellt die Frage, ob heutzutage durch die Nutzung des Internets zum ersten Mal eine Weltsprache auf friedliche Weise entsteht.
Mehr Arbeiten zu sehen unter kunstfreier.de

Deutsch-Lettisches Künstler-Symposium

Dritter Teil.

Dieses Jahr fand die Fortsetzung des von den Dauntown-Künstlern und dem Museum Valmiera  ins Leben gerufene und von Dr. Silvana Kreyer begleitete Symposium in Borgholzhausen Stadt. Zehn Künstler setzten ihre in Lettland gemeinsamen begonnenen Gespräche und Diskussionen hier fort.

War das Thema letztes Jahr „Der Mensch, sein Haus, sein Weg“, so ist dieses Jahr das Thema nicht weniger aktuell: „Kunst is the answer“.Bei allen Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten, die aktuell vorherrschen, ist Kunst eine internationale Sprache. Sie ermöglicht in Dialog zu treten, Fragen zu stellen und Antworten zu finden, alltägliche, politische, künstlerisch formale. Kunst ist universal und universell.

Die künstlerischen Arbeiten, die in diesen Tagen entstanden, lassen den Einfluss der Begegnungen und Gespräche erkennen. Die lettischen Maler Iveta Gudeta und Janis Galzons nehmen die Formensprache der deutschen Kollegen auf und verarbeiten sie in ihren eigenen Werken. Antra Galzone hält das Erlebte und Diskutierte der letzten zwei Symposien bildlich in Malerei festhält. Aivars Benuzs setzt seine Gedanken zum Thema auf Metallplatten um und Edgars Bogdans arbeiten mit vor Ort gefundenen Materialien. Auch in den Arbeiten der Gütersloher Künstler Jörg Spätig, Wolfgang Meluhn, Susanne Kinski und Beate Freier-Bongaertz sind Spuren dieses Künstleraustausch zu sehen. Volker Idelberger interpretiert das Symposium mit seinen Filmen, die zugleich Kunst und für alle Beteiligten auch Dokumentation sind.
Die Ergebnisse des Symposiums wurden am letzten Tag im Kontorhaus in Borgholzhausen der Öffentlichkeit präsentiert.
Aivars Benuzs, Gedankenaustausch
Iveta Gudeta, Landschaft oder verzweigtes Konstrukt?
Susanne Kinski
Janis Galzons, Liebe, Kunst, Antwort… Europa
Edgars Bogdans, Archäologische Funde wegweisend
Wolfgang Meluhn
Antra Galzone
Jörg Spätgig, Geschichtenerzähler – Verbreitung von Wahrheit oder Fiktion?
Beate Freier-Bongaertz
Volker Idelberger (ganz rechts) bei seinen Dreharbeiten.
Neben dem praktischen Arbeiten und Umsetzungen aus den Diskussionen, gab es auch Fortbildungsveranstaltungen. Dazu gehörte selbstverständlich auch ein Besuch im Museum MARTa Herford.
Besucher der Werkschau am letzten Symposiumstag
Borgholzhausens neuer Bürgermeister Dirk Speckmann diskutierte mit den Künstlern
Auch die ehemalige Landrätin Ursula Bolte kam, um die entstandenen Arbeiten zu sehen

Mal wieder hier

Im Rahmen des Blauen Teuto-Festivals im Stecker Museum Neunkirchen trat Anna-Katarina Hollmérus zusammen mit der Schweitzer Musikerin Corin Corin Curschellas auf. Die beiden auf internationalen Bühnen spielenden Künstlerinnen begeisterten das Publikum vor Ort.

Plastiken und Malerei von Jörg Spätig im Museum Valmiera

– Ein Rückblick –

Die Kisten mit den rund 50 Plastiken und Bildern sind aus Lettland wieder in Jörg Spätigs Atelier zurückgekehrt. Die Arbeiten waren im Museum Valmiera in einer großen Werkschau einen Monat lang ausgestellt.

Mit seinen Arbeiten hat Jörg Spätig bei den Besuchern große Begeisterung ausgelöst. Die Themen der Mythologie und die Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur sorgten bei der Eröffnung für viele interessante Gespräche.

Die lettischen Künstlerkollegen begeisterte die handwerkliche Umsetzung der plastischen Arbeiten, das Spiel mit verschiedensten Materialien und der experimentelle Umgang mit der Formensprache.

So verwundert es nicht, dass der Direktor Valmieras Kunstmittelschule Edgars Bogdāns sich um einen Lehrauftrag für den Künstler einsetzte. Erfolgreich. Voraussichtlich wird Jörg Spätig nächstes Frühjahr in Lettland verbringen…